Bonk / Klask / Tischfussball - Spiele Joker

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Bonk / Klask / Tischfussball

Rezensionen nach Alphabet

BONK

Verlag: FoxMind / Carletto
Autor: David Harvey
Grafiken: David Harvey
Spielerzahl 2 oder 4 (am besten mit 4)
Alter gemäss Verlag ab 8+
Dauer 10 Minuten (eher 5 Minuten)

KLASK

Verlag: Game Factory
Autor: Mikkel Bertelsen
Grafiken: Mikkel Bertelsen
Spielerzahl 2
Alter gemäss Verlag ab 8
Dauer 10 Minuten

Töggelichaschtä - Tischfussball - Kicker

Autor / Erfinder: Lucien Rosengart
Spielerzahl: 2-4 (am besten mit 4)
Alter: Sobald man über den Rand sehen kann
zu weiteren Angaben verweise ich gerne auf Wikipedia


 
Es ist beinahe zu heiss für ein Spiel. Es herrscht Ruhe auf und um dem Spielfeld. Die Spieler sammeln sich, spornen einander an. Jetzt ist es so weit. Der Ball rollt. Plötzlich entsteht Hektik. Der Ball wird aus dem Mittelfeld in die Spitze geschlagen. Das Rund muss schliesslich ins Eckige. Doch der Verteidiger steht goldrichtig und lenkt den Ball zurück, bleibt aber an einem Stürmer hängen. Dieser sieht vor sich nur noch das Tor mit dem Torwart und zieht sofort ab. Erfolgreich stellt sich der Torwart dem Ball in den Weg. Er schlägt ihn mit voller Wucht ab. Dieser schiesst über das Spielfeld, prallt am gegnerischen Verteidiger ab am Torwart vorbei direkt ins Tor. Ausrufe der Begeisterung werden laut und gleichzeitig verärgertes Gemurmel. Der Schweiss von der Stirn gewischt und los geht’s. Der nächste Ball wird eingeworfen. Der Töggelichaschtä, wie der Tischfussball auf Schweizerdeutsch heisst, in unserm Garten ist in vollem Betrieb. Bei kaum einem Spiel werden die Emotionen so sehr freigesetzt wie bei diesem Spiel. Die ganze Familie liebt den Tisch. Natürlich können die Gefühle auch einmal in Frust umschlagen. Dem Tisch ist aber nach kurzer Zeit verziehen und wir finden uns immer wieder dort ein, um uns zu messen und das Spielen zu zelebrieren. Nur ein Handicap hat dieses Spiel. Es ist gross. So gross, dass es bei uns nicht in der Wohnung Platz findet, sondern draussen auf dem Sitzplatz stehen muss. Gut eingepackt gegen Wind und Wetter harrt der Tisch dem nächsten Fussballspiel. Im Winter gerät es gar zu oft ganz in Vergessenheit. Das intensive Spielerlebnis fehlt mir aber jeweils.
 

So bin ich schon seit langem auf der Suche nach einem Spiel, welches dieses Gefühl auch drinnen vermitteln kann:
 

Im August 2016 entdeckte ich auf Kickstarter, einer Plattform für Crowdfunding, ein Spiel, welches mich sofort neugierig machte. Rollet – The fast folling ricochet game. Das Spielfeld aus Holz. In jeder Ecke eine Abschussrampe für Metallkugeln, mit welchen man eine Holzkugel ins Tor des Gegner zu schiessen versucht. Dieses Projekt wurde umgehend von mir unterstützt, gerade auch deshalb, weil es sich zu viert spielen liess. Es war das dritte Projekt, welches ich auf Kickstarter gebacken habe und zu einem Fehlschlag wurde. Am 09.08.2016 scheiterte es mit 5‘743 £ der benötigten 9‘000 £. Damals war ich sehr enttäuscht. Man hätte es zu viert spielen können. Wohl ging es am 06.09.2016 ein weiteres Mal an den Start und wurde dann auch erfolgreich finanziert. Die Bedingungen (Preis und Versand) waren jedoch anders. Das Projekt wurde mir zu kostspielig und ich verzichtete schweren Herzens darauf, ein weiteres Mal mitzumachen.
 

Im selben Jahr kaufte ich mir als Alternative Klask. Dieses schnelle Spiel, welches eine Mischung aus Air Hockey und Tischfussball mit sich bringt, hatte ich bereits nach wenigen Partien ins Herz geschlossen. Es wird mit magnetischen Spielern gespielt, welche auf der eigenen Spielfeldhälfte mit einem Magneten unter dem Spielfeld gesteuert werden. Das Besondere an diesem Spiel ist, dass man auf verschiedene Weisen scoren kann: Sei es dadurch, den Ball in eine Vertiefung auf der gegnerischen Spielfeldseite zu versenken oder zwei der drei Magnete, welche auf der Mittellinie liegen mit dem Ball an den gegnerischen Spieler zu schiessen. Häufig bringt man sich aber auch selber in Verlegenheit. Denn, wer seinen Spieler im eigenen Tor versenkt oder durch zu hektische Bewegungen die Kontrolle über die Spielfigur so verliert, dass sie nicht mehr zurückgewonnen werden kann, büsst dies auch mit einem Punkt für den Gegner. Übrigens verdankt das Spiel den Namen dem Geräusch, welches die Figur macht, wenn es in die eigene Grube fällt: Klask!

 
Das Spiel bewährte sich sofort in unserem Haushalt, aber auch überall dort, wohin wir es mitgenommen haben. Spontan wurden kleine Turniere gespielt. Die Regeln sind sofort verstanden. Kaum mag ein Spieler nicht mehr, ist er bereits durch einen neuen ersetzt. Auch hier gehen die Emotionen hoch. Nur einen kleinen Schönheitsfehler hat dieses Spiel: Es kann nur zu zweit gespielt werden.

 
2017 teilte Game Factory mit, dass sie Bonk ins Programm nehmen werden. Die Beschreibung erinnerte mich sehr an Rollet. Als ich die ersten Bilder sah, war klar, das war Rollet! Gespannt wartete ich darauf, das Spiel ein erstes Mal spielen zu können. An der Messe in Essen war es soweit. Ich suchte immer Gruppen von drei Personen, welche sich das Spiel ansehen wollten, um mich dazu zu setzen, das Spiel zu erklären und natürlich eine Runde zu spielen. So konnte ich bereits einen guten Ersteindruck erhalten und wusste, das muss ich mit meiner Familie ausprobieren. Bonk wurde seither oft gespielt und fast alle Spieler sind so begeistert wie ich. Hier kommt das kleine aber. Bonk ist noch schneller als Tischfussball. Die Ballwechsel sind oft schon nach einigen wenigen Sekunden abgeschlossen. Die Lernkurve ist sehr hoch. Neue Spieler müssen einem erfahrenen Spieler zugeteilt werden oder aber den entsprechenden Humor mitbringen, wenn sie klar verlieren. Diese Punkte sind aufgrund der kurzen Spieldauer aber gut verschmerzbar. Bonk ist aber, im Vergleich zu Klask oder zum Töggelichaschtä, auslaugender. Die Emotionen gehen schnell hoch. Nach zwei bis drei Runden möchte man aber lieber wieder etwas ruhigeres spielen. Wem das nichts ausmacht, der erhält ein Spiel, welches oft auf den Tisch kommen wird. Nicht unbedingt sehr lange, aber dafür doch sehr oft. Wer ein abendfüllendes Spiel sucht, sollte aber besser die Finger davon lassen.
Spielgefühl

Alle drei Spiele lassen sofort Stimmung aufkommen und leben von den Emotionen welche ab der ersten Sekunde entstehen. Jedes für sich hat Vor- und Nachteile machen aber in der richtigen Runde unglaublich viel Spass.

Bewertung Bonk

+++++
Einfache Regeln

Sehr kurze intensive Spielzeit

Erzeugt ein super Stimmung

Schönes Material aus Holz

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Zu zweit funktioniert es nur bei sehr geübten Spielern und auch dann nur eingeschränkt

Bei ungeübten Spielen kann in der Hecktik die Rampe schon mal aus den Fugen geraten

Bonk ist das hektischste der drei Spiele. Wer dies nicht mag, sollte die Finger davon lassen


Herzlichen Dank der Game Factory für das Rezensionsexemplar von Bonk.

Bewertung KLASK

+++++
Einfache Regeln

Kurze intensive Spielzeit, welche sie bei geübten Spielern auch einmal etwas in die länge ziehen kann

Erzeugt ein super Stimmung

Schönes Material aus Holz

Tolle Idee mit den Magneten

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Man muss solche Spiele natürlich mögen. Ansonsten ist es einfach ein super Spiel
Bewertung Tischfussball / Töggelichaschtä

+++++
Einfache Regeln

Intensive Spielzeit welche sie bei Spielern auf dem selben Niveau sehr in die länge ziehen kann

Erzeugt ein super Stimmung


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Wer es nicht mag, ist selber schuld ;)

Zum Tischfussball muss ich noch beim Material ergänzen. Wer wirklich einen Tisch anschaffen will, sollte hier nicht sparen. Es ist sinnvoll einen Tisch zu kaufen bei welchem der Ball schön läuft. Dies hat seinen Preis. Es lohnt sich aber, etwas länger zu sparen und dafür ein besseres Prodkut zu kaufen. Es soll schliesslich auch lange halten und der Nutzung aller Spieler standhalten. Ausserdem empfehle ich Teleskop-Griffe. Gerade Kinder tun sich schwer damit, wenn ihnen beim Spielen plötzlich die Stange des gegners in die quere kommt oder sie gar verletzt.
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