Made in China - Wie ein Spiel entsteht - Spiele Joker

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Made in China - Wie ein Spiel entsteht

Berichte zu ...
Made in China
Wie ein Brettspiel entsteht
1. Teil - Der Toys Report 2018
Medienbericht

Es ist kalt draussen. Hier im Zug ist es warm. Der Zug ist voll besetzt und das schon um 06.25. Von der vorweihnachtlichen Zeit ist im Zug nicht viel zu spühren. Draussen wäre das anders. Die Häuser sind mit lichtern geschmückt und die ersten Weihnachtsbäume aufgestellt. All dies entgeht mir. Gerade habe ich einen Artikel im Tages-Anzeiger von Zürich Entdeckt, der sich mit Spielzeug auseinander setzt. Negativ natrülich. Es ist der richtige Zeitpunkt um das Weinachtsgeschäft negativ zu beinflussen und dem Fachhandel den dringend benötigten Umsatz zu ruinieren. Das meine ersten Gefühle. Die Arbeitsbedingungen in China werden geschildert. Der Bericht erinnert an die vielen Berichte über die Texitilverarbeitung in Indien oder Pakistan der letzten Jahre. Wie schlim ist es wirklich, frage ich mich. Endlich an meinem Ziel angekommen mache ich mich auf den Weg durch die kalte Morgenluf ins Geschäft. Auf dem Weg dahin beschliesse ich, dass ich dieser Geschichte etwas genauer anschauen will, um mir selbst ein Bild zu machen.

Der Toys Report

Bereits auf dem Rückweg, wieder im Zug, finde ich den Stein des Anstosses, den Toys Report. Der Toys Report wird jährlich publiziert. Er wird getragen von Solidar Suisse, actionaid mit Hauptsitz in Südafrika und der christlichen Intitiative Romero aus Deutschland. Erstellt wird der Bericht von China Labor Watch, einer Organisation, wechle den Hauptsitz in den USA hat. Diese pflegen Beziehungen zu über 500 geschulten Undercover Arbeiterinnen und Arbeitern. Diese werden verdeckt in Fabriken eingeschleust, um dort die Arbeitsumstände abzuklären. Aufgrund deren Berichte wird der Report erstellt. Die Abklärungen betreffen nicht nur Spielzeugfabriken sondern auch andere Bereiche, wie die Herstellung von Autos oder Handys.


Die Probleme in der Spielzeugindustrie und deren Zertifikate

Es gibt diverse Zahlen im Netz, wieviel Prozent der Spielzeuge aus China stammen. Aufgrund meiner Recherchen gehe ich davon aus, dass der Prozentsatz bei ca. 80% liegen dürfte. Die Liste der Aktion fair spielt Zeigt auf, welche Firmen ihre Spielzeuge wo produzieren lassen und welche Firmen ICTI zertifizierte Fabriken berücksichtigen. Eine gute sache? Ja, aber mit grosser Vorsicht zu genissen. Zwei Faktoren machen es schwer, sich aufgrund der Liste einen Überblick zu verschaffen.

Faktor 1

Die Liste richtig zu lesen ist nicht einfach:

Nehmen wir zwei Beispiele:

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Die Produktion in China beläuft sich auf 97% und alle Betriebe sind ICTI zertifiziert. Super? Nein! Der kleine Stern und die Lupe sind das Problem. Die Firma Hasbo behauptet, dass dies so ist. Nachweise liegen der Werkstat für Ökonomie nicht vor. Das Minus in der Lupe gibt auch an, das Hasbro diesbezüglich keine Angaben liefert. Aus sicht der Arbeitnehmer in China, müsste man also vom Kauf von Produkten von Hasbro abraten.

ein positives Beispiel sieht so aus

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Das Plus in der Lupe gibt an, dass der Betrieb die Nachweise vorlegt und transparent arbeitet. Dies macht er freiwillig und  regelmässig

Faktor 2

Das Lable ICTI beruht auf freiwilligkeit. Ravensburger, welches mir bei meinen Recherchen durchgehend sehr positiv aufgefallen ist, musste die selbst erleben. Im Toys Report erscheint auch deren Name. Ein Betrieb, welcher ICTI zertifiziert ist, hat sich nicht an die Vereinbarungen gehalten. Das Lable hat die Schwachstellen im Rapport 2017 bereits selbst festgestellt. Die Regeln sollen nun angepasst werden. Seit dies angekündigt wurde, haben mehrere Produzenten das Lable verlassen.  




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