Verleihung Kinderspiel des Jahres 2019 - Spiele Joker

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Verleihung Kinderspiel des Jahres 2019

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KINDERSPIEL DES JAHRES 2019

Veranstalter: Spiel des Jahres e.V.
Spielleiterin: Sabine Koppelberg – Die Kinderspiel-Koordinatorin, welche uns gekonnt durch die Veranstaltung führt

Ziel des Spiels: Die Kinderspiel-Jury und den Beirat zu überzeugen, 2018/2019 das beste Kinderspiel für Familien auf den Markt gebracht zu haben.

 
Bild von Patrick Pfeiffer mit Genehmigung der Jury Spiel des Jahres
Das Spiel wird über zwei Runden ausgetragen. In der ersten Runde werden von 125 Spielen sieben empfohlen und zusätzlich die drei Spiele nominiert, welche heute in der zweiten Runde um die Gunst der Jury buhlen.

Siegpunkte können in folgenden Kategorien erzielt werden:
 
-        Hohe Qualität und Stabilität des Materials, damit es durch viele Kinderhände wandern kann, ohne Schaden zu nehmen.
 
-        Ansprechende Gestaltung des Spiels, so dass es einem in den Fingern kitzelt, um es mitzuspielen.
 
-        Einfache Regeln, welche in der Anleitung so formuliert sind, dass das Spiel fehlerfrei gespielt werden kann.
 
-        Spielspass für die Kinder, die Geschwister, die Eltern, die Grosseltern, die Nachbarn, die Lehrerin und die Juroren
 
Das Spiel selbst  fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit am Sonntag 23. Juni 2019 in Hamburg statt. Die Regeln des Spiels entsprechen dabei denjenigen einer geheimen demokratischen Wahl. Das Resultat wurde den Juroren aber nicht mitgeteilt. Nur 2 Personen war bekannt, wer zum Kinderspiel des Jahres gewählt wurde. So blieb die Spannung bis zur Verleihung des Preises am Montag um 10.30 Uhr bei allen Beteiligten gross.

Es traten folgende Teilnehmer an:
Bild von Patrick Pfeiffer mit Genehmigung der Jury Spiel des Jahres
Fabulantica erschienen bei Pegasus Spiele erschaffen von Marco Teubner mit Grafiken von Anne Pätzke

Eine grosse Karte erstreckt sich über den Spielplan. Es gibt verschiedene Regionen bestehend aus Wald, in welchem das Pferd gut voran kommt, Wasser, auf welchem man mit einem Schiff fahren kann, Sand, auf welchem das Kamel gut voran kommt und felsiges Gebirge, welches mit dem Esel bestiegen werden kann. Die tierischen Helfer erhält man in Form von Handkarten. Mit ganz viel Glück kann man auch einen Flug auf dem Teppich geniessen und darf sein Ziel wählen. Warum aber sollte man sich auf eine so abenteuerliche Reise begeben? Es gilt so schnell als möglich zwei Märchenfiguren den Weg zueinander zu weisen. Diese sind in den gelben Türmen versteckt, welche auf der Landkarte verteilt stehen. Wer zuerst drei Pärchen zusammenführen kann, gewinnt das Spiel.

2017 hat Marco Teubner bereits das Kinderspiel des Jahres gewonnen. Gewöhnt hat er sich daran aber noch nicht, denn er ist auch sehr nervös. Besonders an seinem Spiel gefällt ihm selbst der fliegende Teppich. Er soll Kinder zum Träumen anregen.

Bild von Patrick Pfeiffer mit Genehmigung der Jury Spiel des Jahres
Bild Pegasus Spiele
Go Geko go! erschienen bei Zoch-Verlag erschaffen von Jürgen Adams mit Grafiken von Gabriela Silveira

In diesem farbenfrohen Spiel versuchen wir unser Team, bestehend aus einem Krokodil, einer Schildkröte, einem Frosch und einem Geko so schnell als möglich über die Rennstrecke zu bewegen. Dabei dürfen die grossen Tiere die kleinen Huckepack nehmen. Aber wehe, wenn sie unter einem Baumstamm hindurch müssen. Haben sie zu hoch gestapelt, rutscht das oberste Tier von seinem Träger und fällt einen Platz zurück. Noch dicker kommt es, wenn das schwere Krokodil sich auf eines der kleineren Tiere setzt. Diese sind nun blockiert, bis es sich bemüssigt fühlt, das Feld und somit ihren Rücken zu verlassen. Die Tiere werden über zwei Farbwürfel und einen Wetterwürfel, welcher spezielle Möglichkeiten eröffnet, gesteuert. Möchte man unter einem Baumstamm durch, schiebt man alle Tiere auf der Rennstrecke mit  einem Plättchen weiter.
 
Jürgen Adams hat erst wenige Spiele entwickelt und freut sich deshalb sehr, dass bereits dieses Spiel nominiert ist. Die Idee mit dem Rennen und dem Stapeln der Tiere ist ihm in den Ferien gekommen. Er beobachtete Schildkröten, als diese einander Huckepack nahmen.
Bild Haba
Bild Zoch Verlag
Im Tal der Wikinger erschienen bei Haba erschaffen von Marie und Wilfried Fort mit Grafiken von Maximilian Meinzold (Bilder von mit genehmigung von Haba)

Der Spielplan fällt dadurch auf, dass er mehr Löcher hat, als ein Schweizer Käse. Er zeigt ein Wikingerdorf, in welchem 4 Rampen aufgezeichnet sind, und einem Dorfplatz mit 13 Löchern, in welche vier Fässer in den Spielerfarben gestellt werden können. Hier findet das Kegeln statt. Die grosse Felsenkugel wird vom Loch einer Rampe geschubst und soll möglichst gezielt die einen Fässer treffen und die anderen nicht. Denn wenn ein Fass umgefallen ist, darf der aktive Spieler die Spielerplättchen auf einem Steg, nördlich vom Dorf, einen Schritt laufen lassen. Wer weiter läuft, als es der Steg zulässt, plumpst ins Wasser. Alle Spieler, welche auf dem Steg stehen, erhalten, je nach dem wo der Marker liegt, einen Preis oder dürfen bei den Mitspielern stehlen. Die Münzen werden in ein schönes Schiff gelegt, sind dort aber nicht vor Raubtouren der Mitspieler sicher.

Marie und Wilfried Fort leben in der Nähe von Nantes in Frankreich mit zwei Kindern. Wichtig war ihnen, dass das Spiel auch dreidimensionale Komponenten hat.

Bild Haba
Die Verleihung

Jedes Spiel wurde von zwei Kindern einer Hamburger Schulklasse angekündigt, was sie mit viel Herzblut und Überzeugung taten. Den Kindern war die Nervosität anzumerken. Ein Junge teilte dem Publikum jedoch mit, dass nach seinem Eindruck, die Erwachsenen in den vorderen Reihen noch viel nervöser seien, als die Kinder.

Nach der Präsentation durften die Schüler den Buzzer drücken, ein Licht schwenkte über die Spiele und wie bei “eins zwei oder drei, letzte Chance, vorbei“ blieb das Licht bei "Tal der Wikinger" stehen.  Freude und Enttäuschung waren sicht- und spürbar. Wie nach jeder guten Spielrunde verflog die Enttäuschung schnell und machte dem verdienten Stolz Platz, ein besonderes Kinderspiel erschaffen und es auf die Lister der Nominierten geschafft zu haben.

Die grossen Sieger dieses Tages waren in meinen Augen aber die Kinder. Mit ihren direkten und ehrlichen Antworten führten sie gekonnt durch die Veranstaltung. Sie sorgten für die Auflockerung und Lacher. Mit ihren Favoriten fieberten sie mit und zeigten, dass sie die drei Spiele und das Spielen selbst sie nicht unberührt gelassen haben.

Fragen an die Autoren und die Redaktion von Haba

Bei Tal der Wikinger dauerte es 5 Jahre, bis aus der ersten Idee das fertige Spiel entstanden ist. Die letzten zwei Jahre wurden die Autoren vom Verlag Haba begleitet. Besonders viel Zeit nahmen die Testrunden in Anspruch. Auch die eigenen Kinder haben getestet. Das Thema und der Spielplan haben dabei die grössten Veränderungen erfahren. Zuerst gab es nur einen Platz, um die Fässer zu platzieren. Schlussendlich ist daraus ein grosser Puzzlespielplan geworden. Die Zusammenarbeit mit Haba hat das Autorenduo sehr geschätzt und als bereichernd beschrieben. Die Änderungen, welche vorgenommen wurden, haben das Spiel verbessert. Tal der Wikinger ist nicht das erste Spiel des Autorenduos, welches den Weg in die Spielgeschäfte gefunden hat.
Bild von Patrick Pfeiffer mit Genehmigung der Jury Spiel des Jahres
Bild von Patrick Pfeiffer mit Genehmigung der Jury Spiel des Jahres
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